Glossar · Allgemein

Bauakte

Sammlung aller relevanten Dokumente zu einem Bauvorhaben — Liefer­scheine, Wiegungen, Anlieferungs­nachweise, Prüf­zeugnisse — Grundlage für Abrechnung, Gewährleistung und Streitfall.

Auch: Bauakte digital ·Projektakte

Die Bauakte ist die Sammlung aller relevanten Dokumente zu einem Bauvorhaben — von Liefer­scheinen und Wiegungen über Anlieferungs­nachweise und Prüfzeugnisse bis zu Abnahme­protokollen. Sie ist die Grundlage für die Abrechnung, für Gewährleistungs­fragen und für jeden möglichen Streitfall.

Pflichtinhalte

Eine ordnungsgemäße Bauakte enthält in der Regel:

  • Bestell- und Auftragsunterlagen
  • Liefer­scheine mit Material­art, Sorte, Menge und Datum
  • Wiegungs­nachweise
  • Prüf­zeugnisse und Konformitäts­erklärungen
  • Foto- bzw. Mess­dokumentation kritischer Bauphasen
  • Abnahme­protokolle

Papier vs. digital

Während die klassische Bauakte aus Ordnern und Aktenschränken bestand, ist die digitale Bauakte heute Standard. Vorteile: jederzeit durchsuchbar, mehrere Beteiligte können parallel zugreifen, Belege werden revisions­sicher abgelegt, und beim Audit oder bei einer Reklamation ist alles in Sekunden auffindbar.

Aufbewahrungs­pflicht

Bauakten unterliegen in Deutschland je nach Inhalt unterschiedlichen Aufbewahrungs­fristen — handelsrechtlich relevante Unterlagen wie Liefer­scheine und Rechnungen typischerweise 10 Jahre, technische Dokumentation oft länger, sicherheits­relevante Nachweise sogar dauerhaft. Eine sauber strukturierte, revisions­sichere digitale Bauakte vereinfacht die Einhaltung dieser Fristen erheblich.

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