Glossar · Allgemein

Lieferschein

Begleitdokument zur Materiallieferung mit Auftrag, Kunde, Baustelle, Sorte und gewogener Menge — Basis für Abrechnung, Bauakte und Kostenrechnung.

Auch: Wiegeschein ·Lieferbeleg ·Wiegungsbeleg

Der Lieferschein ist im Werks- und Bauumfeld das zentrale Begleit­dokument einer Material­lieferung. Er dokumentiert, wer was wann wohin in welcher Menge geliefert hat — und ist damit Grundlage für die Abrechnung, für die Bauakte und für eventuelle Reklamationen.

Was steht auf einem Lieferschein?

Ein vollständiger Lieferschein enthält in der Regel:

  • Liefer­nummer und Datum
  • Auftrags- bzw. Bestellbezug
  • Lieferant (Werk/Hof) und Empfänger (Kunde + Baustelle)
  • Sorte / Produkt und Charge
  • Tara, Brutto und Netto-Tonnage
  • Fahrer, Fahrzeug, Kennzeichen
  • Unterschriften (klassisch) bzw. digitale Bestätigung

Klassisch versus digital

Der klassische Papier-Lieferschein wird an der Waage gedruckt und vom Fahrer mitgenommen. Der digitale Lieferschein läuft elektronisch über die Wiegesoftware in die Bauleitungs- oder ERP-Systeme des Kunden — schneller, lesbarer, jederzeit nach­vollziehbar und revisions­sicher archivierbar.

Rechtliche Relevanz

Lieferscheine sind in vielen Branchen handels- und steuer­rechtlich relevante Dokumente. Sie müssen für mehrere Jahre revisions­sicher aufbewahrt werden — in Papier­form im Ordner oder digital im Archiv-System. Bei Reklamationen, Audits oder Streit­fällen sind sie das primäre Beweis­mittel über tatsächlich gelieferte Mengen, Sorten und Liefer­zeitpunkte.

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