Glossar · Asphalt

Bitumen

Erdöl-basiertes Bindemittel im Asphalt — verleiht der Mischung Klebkraft und Flexibilität, bestimmt Verarbeitungs­temperatur und Lebensdauer der fertigen Straßendecke.

Auch: Asphaltbitumen

Bitumen ist das Erdöl-basierte Bindemittel im Asphalt. Es verleiht der Mischung Klebkraft, Flexibilität und Wasserfestigkeit — und bestimmt damit maßgeblich die Lebensdauer der späteren Straßendecke.

Eigenschaften

  • Temperatur­abhängig viskos: kalt fest und spröde, heiß flüssig und mischbar
  • Klebkraft für Gesteins­körnungen
  • Wasserfest und chemisch beständig
  • Recyclebar: Asphalt-Granulat kann mit frischem Bitumen wieder verarbeitet werden

Sorten und Klassifizierung

Bitumen wird nach Penetration (Nadel-Eindring­tiefe bei 25 °C) und nach Erweichungs­punkt klassifiziert. Gängige Sorten reichen vom weichen 70/100-Straßen­bitumen bis zu polymermodifizierten Hochleistungs­bitumen für Schwerlast-Verkehrsflächen.

Lagerung und Logistik

Bitumen wird in beheizten Tank­anlagen direkt am Asphalt­misch­werk gelagert — die Halte­temperatur liegt je nach Sorte bei 140–180 °C. Bei der Produktions­steuerung sind Verbrauchs­erfassung, aktueller Lager­bestand, Misch­anteile pro Rezeptur und die mit der Anlieferung verbundenen Wege­kosten zentrale Stoff­strom-Größen. Lieferungen erfolgen typischerweise per Tank­wagen, der direkt an der Tank­anlage entlädt.

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