Walzasphalt
Asphalt-Mischgut, das im heißen Zustand eingebaut und durch Walzen verdichtet wird — Standardtechnik für die meisten Straßen-, Park- und Verkehrsflächen.
Walzasphalt ist das gängige Asphalt-Mischgut, das im heißen Zustand auf der Baustelle eingebaut und durch Walzen verdichtet wird. Er bildet den Großteil aller Straßen-, Park- und Verkehrsflächen in Deutschland und Europa.
Aufbau
Walzasphalt besteht im Wesentlichen aus:
- Gesteinskörnung (Splitt, Sand, Füller)
- Bitumen als Bindemittel
- ggf. Asphalt-Granulat aus Recycling
- ggf. Additive für Spezial-Eigenschaften (Polymere, Fasern, Pigmente)
Verarbeitung
Die Mischung verlässt das Werk mit Temperaturen zwischen 140 und 180 °C — das Zeitfenster bis zur Einbau-Verdichtung ist eng. Effiziente Disposition, Verladung und Tourplanung sind daher entscheidend, um die Qualität der späteren Decke nicht zu gefährden.
Abgrenzung
- Walzasphalt wird heiß und auf der Baustelle verdichtet
- Gussasphalt wird ebenfalls heiß eingebaut, fließt aber von selbst und braucht keine Walze
- Kaltasphalt ist eine Sonderform für kleinere Reparaturen ohne Heizaggregat
Rezepturen und Sorten
Walzasphalt deckt eine breite Sortenpalette ab — Asphalttragschicht (AC T), Asphaltbinderschicht (AC B), Asphaltdeckschicht (AC D), Splittmastixasphalt (SMA) oder Offenporiger Asphalt (OPA). Jede Sorte hat ihr eigenes Rezepturprofil: Korngrößenverteilung, Bitumengehalt, Hohlraumgehalt. Rezepturen werden im Asphaltmischwerk versioniert dokumentiert, damit jede Charge nachvollziehbar bleibt.
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