Aushub
Beim Ausheben einer Baugrube oder eines Künettengrabens anfallendes Boden- und Gesteinsmaterial — wird je nach Eigenschaft wiederverwendet, deponiert oder verkauft.
Auch: Bodenaushub ·Erdaushub
Aushub bezeichnet das beim Ausheben einer Baugrube, eines Künettengrabens oder einer Baustraße anfallende Boden- und Gesteinsmaterial. Aushub ist im Tief- und Erdbau einer der größten Materialströme — Tonnage und Eigenschaften des Aushubs bestimmen einen wesentlichen Teil der Bauausführungskosten.
Verwertung oder Entsorgung?
Je nach Bodeneigenschaften und Belastung gibt es typischerweise drei Wege:
- Wiedereinbau an Ort und Stelle (z. B. als Hinterfüllung)
- Verwertung extern als Verfüll- oder Baustoffmaterial (Lieferung an Stein- und Erdenhöfe, Baufirmen, Recycling-Werke)
- Entsorgung auf einer Deponie — kostenpflichtig nach Deponieklasse
Die wirtschaftlich sinnvollste Verwertung steht und fällt mit einer sauberen Bodenklassen-Einstufung und der lückenlosen Dokumentation der Materialherkunft.
Trennung an der Quelle
Eine durchdachte Bauleitung trennt Aushub bereits an der Quelle: Mutterboden separat (höchstwertig), unbelastetes Erdreich separat (verwertbar), belasteter Aushub separat (entsorgungspflichtig). Diese Trennung spart später erhebliche Kosten — vermischter Aushub muss im Zweifel komplett wie der höchstbelastete Anteil entsorgt werden.
Dokumentationspflicht
Jede Aushub-Tonnage wird im Lieferschein und in der Bauakte erfasst — sowohl als Beleg für die Bauleitung als auch für ggf. erforderliche Entsorgungsnachweise gegenüber Behörden. Die Verwiegung erfolgt typischerweise an der Werks- oder Hofwaage des aufnehmenden Betriebs.
Wir erklären gerne, wie das im Werk wirkt.
Wenn ein Begriff in Ihrem Werks-Alltag eine konkrete Rolle spielt — wir zeigen, wie TBSoft das löst.