Chargenbezug
Die Zuordnung einer Lieferung oder Wiegung zu einer bestimmten Produktionscharge mit Rezeptur, Anlage und Zeitpunkt, damit Material vom Beleg bis zur Herstellung rückverfolgt werden kann.
Auch: Chargenzuordnung ·Chargenrückverfolgung ·Chargennummer
Chargenbezug bedeutet, dass eine Lieferung eindeutig der Produktionscharge zugeordnet ist, aus der das Material stammt. Eine Charge ist eine unter gleichen Bedingungen hergestellte Menge: dieselbe Rezeptur, dieselbe Anlage, ein definierter Zeitraum. Der Chargenbezug verbindet den Lieferschein mit den Produktionsdaten und macht das Material rückverfolgbar.
Wo Chargenbezug gebraucht wird
In Asphaltmischwerken und Transportbetonwerken gehört jede Lieferung zu einem Mischvorgang mit Rezeptur und Temperatur. Bei Reklamationen wird von der Einbaustelle bis zur Charge zurückverfolgt. In der Chemieindustrie ist der Chargenbezug Teil der Qualitäts- und Dokumentationspflichten und steht auf Lieferdokumenten und Zeugnissen. Im Recycling dient er dem Herkunftsnachweis von Ersatzbaustoffen.
Daten eines Chargenbezugs
- Chargennummer oder Produktionskennung der Anlage
- Rezeptur oder Materialspezifikation mit Version
- Anlage, Zeitraum der Herstellung und gegebenenfalls Prüfwerte
- Zuordnung zu Auftrag, Fahrzeug, Wiegung und Lieferschein
Chargenbezug im Beleg
Damit der Chargenbezug im Alltag trägt, muss die Chargennummer beim Wiegen oder Verladen erfasst und auf dem Lieferschein ausgewiesen werden. Das gelingt am zuverlässigsten, wenn die Anlagensteuerung die Chargendaten an die Wiegesoftware übergibt, statt dass sie von Hand übertragen werden. Werden mehrere Chargen in einer Lieferung gemischt, sollte der Beleg alle beteiligten Chargen nennen.
Nutzen bei Reklamationen
Eine Beanstandung des eingebauten Materials lässt sich mit Chargenbezug in Minuten einordnen: Welche Charge war es, welche anderen Lieferungen stammen aus derselben Charge, welche Prüfwerte liegen vor. Ohne Chargenbezug bleibt nur die Suche nach Datum und Uhrzeit.
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