Wiegeschein
Beleg über einen Wiegevorgang mit Brutto, Tara, Netto, Zeitpunkt, Waage, Fahrzeug und Material — Nachweis der gewogenen Menge und Grundlage für Lieferschein und Abrechnung.
Auch: Wägeschein ·Wiegebeleg ·Wiegeprotokoll
Der Wiegeschein dokumentiert einen Wiegevorgang: welches Fahrzeug wann auf welcher Waage mit welchem Gewicht gewogen wurde. Er ist der Nachweis der Menge, auf dem Lieferschein, Abrechnung und spätere Reklamationen aufbauen. In vielen Werken ist der Wiegeschein Teil des Lieferscheins. Fachlich sind es zwei Dokumente mit unterschiedlichem Zweck.
Inhalt eines Wiegescheins
- Wiegescheinnummer, Datum und Uhrzeit von Erst- und Zweitwiegung
- Waage beziehungsweise Standort und Auswertegerät
- Fahrzeug mit Kennzeichen, gegebenenfalls Anhänger und Fahrer
- Brutto, Tara und Netto mit Einheit und Hinweis, ob die Tara gewogen oder gespeichert war
- Material und Auftrag, soweit beim Wiegen bekannt
- Bestätigung des Fahrers, klassisch als Unterschrift, digital am Terminal
Wiegeschein und Lieferschein
Der Wiegeschein belegt den Messvorgang, der Lieferschein den Liefervorgang. Ein Lieferschein enthält zusätzlich Empfänger, Baustelle, Konditionen und Zuschläge und kann mehrere Positionen tragen. Bei Schüttgut und Baustoffen wird beides häufig auf einem Beleg zusammengeführt: Der Lieferschein enthält dann die Wiegedaten. Bei Anlieferungen, etwa im Recycling oder Agrarhandel, steht der Wiegeschein oft für sich und wird erst später zur Gutschrift oder Rechnung.
Bedeutung für die Abrechnung
Bei gewichtsbezogener Abrechnung ist der Wiegeschein der Ursprung der abgerechneten Menge. Korrekturen, Stornos und Nachverwiegungen müssen deshalb so dokumentiert sein, dass vom Rechnungsbetrag bis zum Messwert zurückverfolgt werden kann. Digitale Wiegescheine erleichtern das, weil Messwert, Zeitpunkt und Zuordnung in einem Datensatz zusammenbleiben.
Wir erklären gerne, wie das im Werk wirkt.
Wenn ein Begriff in Ihrem Werks-Alltag eine konkrete Rolle spielt — wir zeigen, wie TBSoft das löst.