FE-Metalle und NE-Metalle
Eisenmetalle (FE) wie Stahl und Gusseisen und Nichteisenmetalle (NE) wie Kupfer, Aluminium, Messing und Zink: die grundlegende Einteilung im Schrotthandel, nach der sortiert, gewogen und abgerechnet wird.
Auch: Eisenmetalle ·Nichteisenmetalle ·Fe-Schrott ·NE-Schrott
FE-Metalle sind Eisenmetalle: Stahl, Gusseisen und alle Legierungen, deren Hauptbestandteil Eisen ist. NE-Metalle sind Nichteisenmetalle: Kupfer, Aluminium, Messing, Bronze, Zink, Blei, Zinn, Nickel und Edelmetalle. Die Einteilung ist die Grundlage jeder Sortierung im Schrotthandel, weil sich die beiden Gruppen in Wert, Verarbeitung und Verwertungsweg deutlich unterscheiden.
Unterscheidung in der Praxis
Das einfachste Merkmal ist der Magnetismus: Eisenmetalle sind in der Regel magnetisch, Nichteisenmetalle nicht. Edelstahl ist die bekannte Ausnahme, weil viele Sorten nicht oder nur schwach magnetisch sind, aber zu den Eisenmetallen zählen. Für die genaue Sortenbestimmung werden Dichte, Farbe, Bruchbild und bei Bedarf Analysegeräte herangezogen.
Sorten innerhalb der Gruppen
Innerhalb der Eisenmetalle wird nach Form und Reinheit unterschieden, etwa Neuschrott, Altschrott, Späne, Guss oder Mischschrott. Bei Nichteisenmetallen ist die Sortenvielfalt größer: Kupfer nach Reinheit und Form, Aluminium nach Legierung und Herkunft, Messing, Kabel mit und ohne Isolierung. Jede Sorte hat einen eigenen Preis, der sich an Marktnotierungen orientiert.
Bedeutung für Annahme, Wiegung und Abrechnung
- Annahme: Eine Anlieferung enthält häufig mehrere Sorten, die getrennt bewertet werden. Die Zuordnung erfolgt bei der Sichtung.
- Wiegung: Jede Sorte wird einzeln gewogen oder aus Teilwiegungen abgeleitet. Störstoffe und Anhaftungen werden abgezogen.
- Abrechnung: Der Ankaufspreis ergibt sich aus Sorte, Gewicht und Tagespreis. Belege müssen Sorte und Gewicht je Position ausweisen.
- Dokumentation: Für Herkunft und Weiterverkauf sind Sorten und Mengen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Recycling
Beide Gruppen sind nahezu vollständig recycelbar. Eisenmetalle gehen in Stahlwerke, Nichteisenmetalle in Hütten und Umschmelzwerke. Die Sortenreinheit bestimmt, welcher Weg möglich ist und welcher Erlös erzielt wird.
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