Glossar · Sand & Kies

Granit

Helles, grobkörniges Tiefengestein aus Quarz, Feldspat und Glimmer — universell einsetzbares Hartgestein für Splitt, Schotter, Werksteine und hochwertige Tragschichten.

Auch: Granitsplitt

Granit ist ein helles, grobkörniges, magmatisches Tiefengestein (Plutonit), das durch langsame Erstarrung saurer Schmelzen in der Erdkruste entsteht. Mineralogisch dominieren Quarz (20–60 %), Feldspat (30–60 %) und Glimmer (5–20 %). Chemisch ist Granit ein saures Silikatgestein mit SiO₂-Gehalten von 65–75 %.

Eigenschaften

  • Druckfestigkeit: 160–240 N/mm²
  • Dichte: 2,6–2,8 g/cm³
  • Mohs-Härte: 6–7
  • Frost­beständigkeit: hervorragend
  • Optik: hell, mit deutlich sichtbarer Kornstruktur — beliebt für Sicht­anwendungen

Verwendung

  • Splitt und Edelsplitt für Asphalt-Mischgut aller Schichten
  • Schotter für Tragschichten im Straßen- und Wegebau
  • Werksteine (Pflaster, Mauer­werk, Bord­steine, Stelen, Treppen)
  • Beton-Zuschlag für hochfeste Mischungen
  • Fassaden­platten und Boden­beläge (poliert oder gestockt)
  • Grab­steine und Denkmal­steine

Granit-Sorten

Im Markt werden hunderte Granit-Sorten unterschieden — meist nach Vorkommen benannt:

  • Strehlener Granit (Schlesien — historisch wichtig)
  • Lausitzer Granit (Sachsen)
  • Bayerwald-Granit und Oberpfälzer Granit (Bayern)
  • Schwarzwald-Granit (Baden-Württemberg)
  • Mauthausner Granit (Österreich)
  • Bohus-Granit (Schweden), Multicolor Red (Indien) — international

Jede Sorte hat eigene Farb-, Struktur- und Härte­eigenschaften, die über die Verwendung entscheiden.

Abgrenzung zu Basalt

  • Basalt ist vulkanisch, dunkel, sehr hart — Premium für hochbelastete Decken
  • Granit ist plutonisch, hell, hart — Allrounder mit breiter Anwendungs­palette und meist günstigerem Preis

Vorkommen in Deutschland

Großvorkommen liegen in den ehemaligen kontinental-tektonischen Hebungs­zonen — Bayerischer und Böhmischer Wald, Sächsisches Granulit­gebirge, Lausitz, Schwarzwald, Harz, Erzgebirge.

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