Schotter
Grobe, gebrochene Gesteinskörnung mit Korngrößen typisch 32–63 mm — wichtigster Baustoff für Bett- und Tragschichten im Straßen-, Gleis- und Tiefbau.
Auch: Brechschotter ·Tragschichtmaterial
Schotter ist eine grobe, gebrochene Gesteinskörnung mit Korngrößen typischerweise 32 bis 63 mm — oberhalb des Splitt-Bereichs (≤ 32 mm). Er wird in Sand- und Kieswerken bzw. Steinbrüchen durch das Brechen größerer Steinblöcke gewonnen und ist einer der wichtigsten Baustoffe für lastverteilende Schichten.
Typische Verwendungen
- Tragschichten im Straßenbau (unter Asphalt- oder Betondecken)
- Frostschutzschichten in Verkehrsflächen
- Bettung für Geh- und Radwege
- Gleisschotter im Schienenbau (besondere Anforderung an Kornform und Härte)
- Drainageschichten unterhalb von Bauwerken
- Wege- und Hofbefestigungen im Garten- und Landschaftsbau
Gleisschotter — Sonderanforderungen
Schotter im Gleisbau muss besonders harte, kantige Eigenschaften aufweisen — er hält Schwellen in Position, dämpft dynamische Lasten und leitet Regenwasser ab. Typische Materialien sind Basalt, Diabas oder Granodiorit; die Korngröße liegt meist bei 31,5/63 mm. Die Anforderungen sind in DIN EN 13450 geregelt — Details siehe Eintrag Gleisschotter.
Brechschotter vs. Naturschotter
- Brechschotter ist gebrochen — scharfkantig, sehr verzahnungsstark
- Naturschotter kommt selten vor (geologisch rare Vorkommen runder Gesteine in der Schotter-Größe); ist heute fast vollständig durch Brechschotter ersetzt
Lieferung und Lagerung
Schotter wird klassiert (z. B. 32/63 mm) ausgeliefert. Im Werks- und Hof-Bestand wird er in offenen Boxen oder Schütthalden gelagert. Sortenrein gelagerter Schotter mit nachgewiesener Korngrößenverteilung und Frostbeständigkeit erzielt deutlich höhere Erlöse als „Mischmaterial“.
Wir erklären gerne, wie das im Werk wirkt.
Wenn ein Begriff in Ihrem Werks-Alltag eine konkrete Rolle spielt — wir zeigen, wie TBSoft das löst.