Glossar · Sand & Kies

Basalt

Schwarzes, sehr hartes vulkanisches Gestein — eines der wichtigsten Ausgangsmaterialien für hochwertigen Splitt, Schotter und Gleisbett-Schotter im Schwerverkehrs- und Schienenbau.

Auch: Basaltlava ·Basaltsplitt

Basalt ist ein dunkles, vulkanisches Ergussgestein, das durch das schnelle Erstarren basaltischer Lava an oder nahe der Erdoberfläche entsteht. Mineralogisch besteht er überwiegend aus Plagioklas, Pyroxen und Olivin — chemisch ist er ein basisches Silikatgestein mit SiO₂-Gehalten von 45–52 %.

Eigenschaften

Basalt zählt zu den hochwertigsten Hartgesteinen für den Baubereich:

  • Druckfestigkeit: typisch 250–400 N/mm² (Granit zum Vergleich: 160–240 N/mm²)
  • Dichte: 2,9–3,1 g/cm³ (sehr hoch)
  • Mohs-Härte: 6–7
  • Schlag- und Polier­widerstand: sehr hoch (niedriger PSV-Wert)
  • Frost­beständigkeit: hervorragend

Verwendung

  • Edelsplitt für Asphalt-Deckschichten, Splittmastix­asphalt und Walzasphalt auf schwer belasteten Strecken
  • Gleisschotter im Schienen­bau (DIN EN 13450)
  • Wasser­bausteine für Ufer- und Küsten­schutz
  • Pflaster­steine (Klein­pflaster aus Basalt — klassische Stadtbild-Materialien)
  • Mineral­wolle (Stein­wolle wird aus Basalt­schmelze gesponnen)
  • Hoch­wertige Beton-Zuschläge für anspruchsvolle Sicht­beton-Anwendungen

Vorkommen in Deutschland

Klassische Basalt-Lagerstätten:

  • Vogelsberg (Hessen) — eines der größten Basalt-Vorkommen Europas
  • Westerwald (Rheinland-Pfalz)
  • Rhön (Thüringen, Bayern, Hessen)
  • Sächsisches Vogtland
  • Eifel (Vulkanfeld)

Wirtschaftlicher Wert

Basalt zählt zur Premium-Klasse der Naturstein-Materialien. Im Vergleich zu Kalkstein- oder Granit-Splitt liegen die Verkaufs­preise deutlich höher — gerechtfertigt durch die längere Nutzungsdauer in stark belasteten Anwendungen.

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