Glossar · Sand & Kies

Sand

Natürliche oder gebrochene mineralische Gesteins­körnung mit Korngrößen 0,063–2 mm — Grundbaustoff für Beton, Mörtel, Asphalt, Verfüllungen und zahllose weitere Anwendungen.

Auch: Natursand ·Bausand

Sand ist eine natürliche oder gebrochene mineralische Gesteins­körnung mit Korn­größen von 0,063 bis 2 mm. Er entsteht über lange Zeit­räume durch Verwitterung, Erosion und Transport — vor allem in Flüssen, Seen und an Küsten — oder wird industriell durch das Brechen größerer Gesteine gewonnen.

Korngrößen-Einteilung

Sand wird nach DIN-Norm in drei Sub-Fraktionen unterteilt:

  • Feinsand: 0,063–0,2 mm
  • Mittelsand: 0,2–0,63 mm
  • Grobsand: 0,63–2 mm

Die Verteilung der Korn­größen im konkreten Material wird über die Sieblinie ermittelt.

Gewinnung

Im Sand- und Kies­werk wird Sand entweder im Trocken- oder Nass­abbau gewonnen. Häufige Varianten:

  • Naßabbau im Tagebau unterhalb des Grund­wasserspiegels (Saug- oder Eimerkettenbagger)
  • Trocken­abbau im Tagebau oberhalb des Grund­wassers
  • Brechsand aus dem Brechen von Hartgestein im Steinbruch

Sortenvielfalt nach Verwendung

  • Betonsand (gewaschen, sortenrein) für Beton- und Mörtelproduktion
  • Estrichsand für Zementestriche
  • Putzsand für Innen- und Außen­putze
  • Spielsand (gewaschen, kantengerundet, hautverträglich)
  • Fugensand für Pflaster­fugen
  • Strahl­sand (technisch, scharfkantig)

Norm-Anforderungen

Für tragende Anwendungen (Beton, Asphalt, Tragschichten) gelten Anforderungen aus DIN EN 12620 (Gesteinskörnungen für Beton), DIN EN 13139 (für Mörtel) und DIN EN 13242 (für ungebundene/hydraulisch gebundene Tragschichten). Geprüft werden u. a. Korn­größen­verteilung, Korn­form, Reinheit, Frost­beständigkeit und Schwermineral-Anteil.

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