Feuchte, Schüttdichte und abrechenbare Menge bei Schüttgütern
Schüttdichte, Feuchte und abrechenbare Menge: Wie aus gewogenen Tonnen Kubikmeter werden, warum Sand nass mehr wiegt als trocken und was deshalb auf dem Lieferschein stehen muss.
Feuchte, Schüttdichte und abrechenbare Menge sind die drei Größen, die zwischen der Waage und dem Angebot stehen. Die Waage liefert Tonnen, und zwar nasse. Das Angebot nennt Kubikmeter, lose auf dem Anhänger oder eingebaut in der Tragschicht. Der Kunde bekommt eine Rechnung, und wenn die drei Größen vorher nicht vereinbart waren, bekommt das Werk eine Reklamation. Jede der drei Größen hat eine Definition und einen Rechenweg, und aus ihnen folgt, was auf dem Lieferschein stehen muss.
Schüttdichte: Tonnen je Kubikmeter, lose oder verdichtet
Die Schüttdichte sagt, wie viel ein Kubikmeter Material wiegt, und sie hat zwei Werte: lose geschüttet, wie das Material auf dem Lkw oder der Halde liegt, und verdichtet, wie es nach Walze oder Rüttelplatte eingebaut ist. Der Schüttdichte-Umrechner führt Richtwerte je Material in Tonnen je Kubikmeter für trockenes Material: Natursand 0/2 lose 1,50 mit einer Spanne von 1,40 bis 1,60 und verdichtet 1,80, Kies 16/32 lose 1,60 mit einer Spanne von 1,50 bis 1,70 und verdichtet 1,80. Die Spanne ist der Punkt: Je Lieferwerk, Körnung und Kornform weichen die Werte ab, und die Richtwerte sind ohne Gewähr. Maßgeblich ist die Wiegung auf einer geeichten Waage.
Feuchte: Masseanteil, bezogen auf trockenes Material
Die Feuchte ist der Wassergehalt in Masseprozent, bezogen auf das trockene Material. Der Umrechner nennt als typische Werte ab Werk 5 Prozent für Natursand 0/2 und 2 Prozent für Kies 16/32, und beide steigen nach Regen, nach dem Waschen und bei frisch aufgeschütteten Halden, die noch nicht entwässert haben. Der Rechenweg ist eine Division: Die trockene Masse ist die nasse Masse geteilt durch eins plus Feuchte. Bei 5 Prozent Feuchte stecken in 4,80 Tonnen nassem Sand 4,57 Tonnen trockener. Die Feuchte misst keine Waage. Sie kommt aus einer Probe im Labor, aus einem Erfahrungswert je Halde und Jahreszeit oder aus einer Vereinbarung mit dem Kunden.
Abrechenbare Menge: Tonnen, Kubikmeter oder Trockenmasse
Die abrechenbare Menge ist das, worauf der Preis sich bezieht, und dafür gibt es drei Vereinbarungen. Die erste ist die Tonne wie gewogen: Brutto minus Tara gleich Netto, nass, ohne Umrechnung, der Standard im Geschäft mit Bauunternehmen und Spediteuren. Die zweite ist der Kubikmeter mit vereinbartem Faktor: Der Privatkunde bestellt drei Kubikmeter für den Anhänger, das Werk wiegt Tonnen und rechnet mit einem Faktor um, der am Verkaufsartikel steht. Die dritte ist die Trockenmasse mit Feuchteabzug: Bei Industriesand oder in Verträgen mit großen Abnehmern wird die gewogene Menge um die gemessene Feuchte verringert, und das Labor liefert den Wert. Welche der drei gilt, steht im Auftrag, und die Software muss den Faktor oder den Abzug so führen, dass der Beleg ihn zeigt.
Was daraus auf dem Lieferschein stehen muss
Der Beleg muss die Rechnung nachvollziehbar machen, die zwischen Waage und Rechnung liegt. Der Lieferschein von TBScale entsteht aus Gewicht, Auftrag, Material und Fahrzeug und kann um Zuschläge und Zusatzartikel erweitert werden, und die Konditionen kommen aus TBRegio, das sie mit Vererbung je Artikel und Kunde führt. Was davon auf dem Beleg erscheint, hängt an der Vereinbarung.
- Gewogenes Netto in Tonnen
Immer, auch wenn in Kubikmetern abgerechnet wird. Die Waage ist die einzige geeichte Größe auf dem Beleg.
- Einheit der Abrechnung
Tonne, Kubikmeter lose, Kubikmeter eingebaut oder Trockenmasse, wie im Auftrag vereinbart.
- Umrechnungsfaktor mit Herkunft
Bei Kubikmetern der Faktor am Verkaufsartikel, mit Hinweis, dass er vereinbart ist und nicht gemessen.
- Feuchte, wenn ein Abzug vereinbart ist
Der angesetzte Wert und seine Quelle: Laborprobe mit Datum oder vertraglicher Erfahrungswert.
- Zustand des Materials
Gewaschen oder ungewaschen, weil der Zustand die Feuchte und damit das Gewicht je Kubikmeter ändert.
- Bezug auf den Auftrag
Die Nummer des Auftrags oder Vertrags, in dem Einheit, Faktor und Abzug vereinbart sind.
Der Faktor gehört an den Verkaufsartikel in Kubikmetern, als eigener Wert je Artikel und nicht als Werkskonstante, so wie es der Aufbau der Materialstammdaten im Kieswerk auf der Ebene der Verkaufsartikel vorsieht. Bei der Abrechnung von Schüttgut aus Wiege- und Lieferdaten ist die Einheit am Beleg der zweite Prüfpunkt, weil ein Beleg in Tonnen und ein Preis je Kubikmeter ohne Faktor keine Rechnung ergeben.
Wo die drei Größen sonst noch zählen
An der Halde bestimmt die Feuchte, wie viel eine Schaufel wiegt, und damit, ob die Zielmenge der Verladeanweisung mit fünf oder sechs Schaufeln erreicht ist. Nasser Sand bringt bei gleichem Volumen mehr Gewicht auf den Lkw, und die Angaben vor der Ausfahrt gegen Überladung gelten nach Regen strenger. Bei der Inventur läuft die Rechnung rückwärts: Aus dem vermessenen Volumen der Halde wird mit Schüttdichte und Feuchte ein Gewicht, und dieses Gewicht ist der Anfangsbestand, mit dem Lagerbestände zwischen Halde, Verladung und Faktura in die nächste Periode gehen. Im Angebot schließlich entscheidet die Einheit über den Vergleich mit dem Wettbewerb: Ein Preis je Tonne und ein Preis je Kubikmeter sind erst mit Dichte und Feuchte vergleichbar.
Häufige Fragen zu Feuchte, Schüttdichte und abrechenbarer Menge
Warum wiegt dieselbe Fuhre Sand an zwei Tagen unterschiedlich?
Weil der Anhänger Volumen fasst und die Waage Masse misst. Drei Kubikmeter nasser Sand nach Regen wiegen mehr als drei Kubikmeter trockener, und bei Abrechnung in Tonnen zahlt der Kunde für das Wasser mit. Deshalb vereinbaren Werke mit Privatkunden einen Faktor und mit Industriekunden einen Feuchteabzug.
Kann die Waage die Feuchte messen?
Nein. Die Fahrzeugwaage misst Masse. Die Feuchte kommt aus einer Probe, aus einem Erfahrungswert je Halde oder aus einer Vereinbarung. Die Software muss den Wert führen und auf dem Beleg zeigen, messen muss ihn das Werk oder das Labor.
Welche Einheit sollte das Werk im Angebot verwenden?
Die Tonne, wo immer der Kunde sie akzeptiert, weil sie gemessen ist. Den Kubikmeter mit Faktor bei Privatkunden, die in Anhängern denken. Die Trockenmasse nur, wenn der Kunde sie verlangt und ein Labor die Feuchte liefert. In allen drei Fällen steht das gewogene Netto auf dem Beleg.
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